LG OLED 2024: Hands-on Preview

Bildquelle: Auerbach Verlag

Durch Kooperationen mit Filmstudios ist LG mit den hauseigenen OLED-TVs, allen voran den letztjährigen G3-MLA-OLED-Modellen, eine wichtige technologische Säule, um die Belange der Filmindustrie mit den Interessen der Streaming-Konsumenten in Einklang zu bringen.

Durch den direkten Draht zu Hollywood will LG das Verständnis zwischen den Inhalteanbietern und Inhaltekonsumenten nachhaltig verbessern. Wer sich für moderne Filmproduktionen ganz besonders interessiert, sollte dem LG OLED Movie Club Channel auf Youtube einen Besuch abstatten. Hier findet sich u.a. ein Gespräch mit Colorist Walter Volpatto (https://youtu.be/PCNgXalqb8w), der bereits an Filmen wie „Star Wars“ und „Dunkirk“ gearbeitet hat. Passend zu diesem Thema erhält der Filmmaker-Modus 2024 ein Upgrade und es lassen sich auch Dolby-Vision-Inhalte im Filmmaker-Modus nutzen. Zudem verzichtet LG in den Filmmaker-Voreinstellungen auf Bildnachbearbeitungen, sodass beispielsweise das Dynamic-Tone-Mapping mit HDR10-Inhalten deaktiviert ist. Eine manuelle Tone-Mapping-Anpassung ist 2024 verlockender denn je, denn LG integriert eine neue Professional-Einstellung, die es erlaubt, den Roll-Off-Punkt penibel abzustimmen. Bedeutet: Wer HDR-Quellen mit 4000 oder 10000 Nits Dynamikumfang darstellt, kann selbst entscheiden, ob hellste Details etwas abgedunkelt, aber in voller Detailpracht erscheinen sollen, oder der Fokus auf maximale Helligkeit und leicht ausbrennende Spitzenlichter gelegt wird. 

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Mehr Leistung mit Alpha-11-Chip

Wer sich für die beste LG-Bildqualität 2024 entscheidet, hat die Wahl zwischen den OLED-Modellen G4 und M4, die eine identische Leistung liefern. Die größten Unterschiede liegen im höheren Preis und der Zero-Connect-Box der M4-Modelle, sodass sich selbst 4K-144-Hz-PC-Signale drahtlos an das Display übertragen lassen (4K mit 144 Hz bis 83 Zoll, 97M4 mit 4K-120-Hz-Support). Wer mit einem konventionellen Display-Anschluss vorliebnimmt, wird mit den G4-Modellen nichts vermissen – eine 5-Jahres-Garantie ist auch hier inklusive. Während ein M4-OLED vorrangig für die Wandmontage ausgelegt ist, werden die G4-OLEDs auch mit einer Tischfuß-Option auf den Markt kommen (G48-Kennzeichnung für Wandmontage, G49-Kennzeichnung mit Tischfuß). Beiden Spitzenmodellen gemein ist die nochmals gesteigerte Maximalhelligkeit des MLA-OLED-Panels (mehr als 1500 Nits im Filmmaker- und mehr als 2000 Nits im Dynamikmodus) und die Möglichkeiten des Alpha-11-Prozessors. LG verspricht Verbesserungen bei der filmhaften Zwischenbildberechnung, ein optimiertes Upscaling und deutliche Qualitätsvorteile beim Einsatz sämtliche AI-Kontrast-, Schärfe- und Farbbooster. Dies umfasst das AI-Director-Processing, das einen optimalen Mittelweg zwischen purer Darstellung und effektiver Bildnachbearbeitung bieten soll. Nützlicher Nebeneffekt des Alpha-11-Prozessors: Die gleichzeitige Bild-in-Bild-Darstellung ist nicht mehr nur mit zwei Quellen, sondern sogar mit vier Quellen möglich. Auch im Audiobereich setzt LG neue Akzente: Durch das Voice-Remastering der Alpha-11-OLED-TVs werden Stimmanteile extrahiert, verstärkt und dem Ursprungsmaterial neu beigemischt, um eine besonders klare Sprachverständlichkeit zu garantieren.

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Erste Einblicke

Eine erkennbare Verbesserung zeigt das optimierte Dynamic-Tone-Mapping bei der Farbdarstellung hellster HDR-Bildbereiche: Störende Farbverschiebungen treten mit dem G4 nicht mehr auf. Zudem bleibt die G3-Stärke in dunklen Bildbereichen erhalten: Auch der G4 zeigt exzellente Farbsättigungswerte nahe Tiefschwarz, sodass anspruchsvolle Filmbilder originalgetreu erscheinen. In einem direkten Bildvergleich zeigte der G4 eine nochmalige Kontraststeigerung im Vergleich zum Vorjahresmodell, ohne an Natürlichkeit einzubüßen. Letztjährige OLED-TVs der Konkurrenz wurden durch ein besseres HDR-Tonemapping und eine natürlichere Filmdarstellung auf Abstand gehalten. Sowohl im Filmmaker-Modus als auch in den dynamischen Bildvoreinstellungen wusste der G4 rundum zu überzeugen und LG gelingt es einmal mehr, das exzellente Vorjahresniveau nochmals zu übertreffen. Passende Soundbar-Modelle runden das starke AV-Gesamtpaket ab.

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Auch günstigere OLEDs leistungsstärker 

Gaming-Fans dürfen sich 2024 bereits ab den Einstiegs-B4-OLEDs über vier HDMI-2.1-Eingänge freuen. Die leistungsstarken Einstiegs-OLEDs setzen auf den neuen Alpha-8-Prozessor. Ab den C4-Modellen mit Alpha-9-Chip punkten die kommenden LG-OLEDs mit einem 4K-144-Hz-Support und das 144-Hz-Zusammenspiel gelingt auch mit VRR, Nvidia G-Sync und AMD Freesync fehlerfrei. LG verspricht bei den C4-OLEDs hellere Bilder als im Vorjahr und dies sogar bei den kleinsten Bilddiagonalen wie 42 Zoll. Als besonderer Bonus spendiert LG den neuen Fernsehern ein WebOS-Upgrade-Programm bis 2028. Die aktuelle WebOS24-Version punktet durch 10 einstellbare Nutzerprofile, mehr Anzeigefläche für Inhalte (weniger Werbefläche) und zahlreiche nützlichen Zusatzfunktionen, die die Bedienung gerade für Einsteiger erleichtern.

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